Bei herrlichstem Schönwetter und fast exotischer Temperatur ging´s für uns um ca. 14.00 Uhr los. Gestartet wurde unter der Stephaniebrücke, veranschlagte Wegzeit zur „Rinnenden Mauer“ ca. eineinhalb Stunden.

Durch das Blätterdach warfen Licht und Schatten verspielte Muster auf den Weg.

 

Links des wurzelreichen Pfades werden die wackeren Wanderer von der flussabwärts plätschernden Steyr begleitet. Hin und wieder säumen sonnenbeschienene Schotterbänke den Weg.

 

Hohe, steile Felswände ragen streckenweise rechts des Weges empor.

Im Laufe der Zeit haben sich durch wechselnde Wasserstände und der Kraft dieses Elementes

mannshohe höhlenartige Einbuchtungen im porösen Gestein gebildet.

 

mehr Bilder bitte hier klicken

 

Ist oder wäre man ein passionierter Wanderer, würde man die „Tour“ als

eher gemütlich einstufen. Den Ungeübten und eher an praktische, ebene Gehwege gewöhnten

Spaziergänger stellen sich allerdings ein paar Hindernisse in den Weg. Diese in Form von riesigen Wurzeln und weit auseinanderliegenden Trittflächen. Kurzbeinige tun gut daran, den Spagat zu beherrschen.

 

Aber die bezaubernde Schluchtlandschaft und dann das sehenswerte Naturschauspiel der „Rinnenden Mauer“ hinterlassen einen sehr nachhaltigen Eindruck und tauchen die Erinnerung an ein paar schweißtreibende Abschnitte in ein mildes Licht.

Üppige Moose wuchern über die ganze Wand. Sich am Fels anklammernde Pflanzen werden getränkt durch das ständig aus dem Gestein austretende Wasser.
Ein stetiger Sprühregen im Sonnenlicht, hin und wieder der Hauch eines kleinen Regenbogens.
Ein ununterbrochenes Triefen, beim Aufprall der Tropfen in den Wasserlachen in tausende glänzende Splitter zerspringend.

Hier in diesem scheinbar eigenen Kosmos mag man gerne verweilen.

Eine Stunde lang haben wir uns dann auch redlich bemüht, Licht, Zeit und Wasser „einzufangen“ und auf Bild zu bannen.

Der Rückweg war der gleiche. Gemütlich sagen alle. Jedoch der eher im Flachland herumtrabende Wanderer meint dann schon ein bisschen müde: atemraubend und streckenweise mit nicht nachvollziehbaren Steigungen (für diese Spezies deshalb, weil es doch ein paar Meter weiter den gleichen Höhenabstand eh wieder runter geht).

Um ca. 18.00 gab es dann die verdiente Labung am nahe gelegenen Leonsteiner Hof.

Beim Sichten der vielen stimmungsvollen Fotos haben wir dann noch einmal gesehen, wie erlebenswert dieser Ausflug war!

 

Auszug aus dem Internet/Wikipedia:

Die Rinnende Mauer ist eine großflächig austretende Quelle in der Steyrschlucht bei Molln im südlichen Oberösterreich.
Die seit 1999 unter Naturschutz stehende Traufquelle befindet sich nach der Mündung der Krummen Steyrling auf Mollner Seite der Steyr, etwa auf Höhe von Schloss Leonstein. Aus dem porösen Gestein der überhängenden Konglomeratwand tritt angestautes Grund- und Hangwasser etwa 50 m lang fünf bis sieben Meter über Flussniveau in Form von Sprühregen aus. Hier kommen Hochgebirgspflanzen wie Behaarte Alpenrose, Zwergalpenrose, Petergstamm, Jägerblut oder Weißer Germer vor. Es sind sogenannte „Alpenschwemmlinge“ aus den Quellgebieten der Steyr und ihrer Zuflüsse. Durch den Bau von Kraftwerken im 20. Jahrhundert ist dieser Nachschub an Samen und Früchten heute jedoch unterbrochen, wodurch die Pflanzen an diesem Standort als gefährdet gelten. Die teils tuffbildende Quellflur besteht aus verschiedenen Moosen, Sumpfdotterblumen und Bitterem Schaumkraut. Abseits sind die Schluchtwände trocken mit Schneeheide-Kiefernwald an der Oberkante. Die Quelle ist ein beliebtes Ausflugsziel, allerdings kommt es aufgrund des geologisch jungen, lockeren Konglomeratgesteines immer wieder zu Felsstürzen – von 2010 bis Anfang 2013 waren so die Schluchtwege gesperrt.

Joomla Template by Joomla51.com